Pressemitteilung | Wir wollen alle an einen Tisch holen

Über den 2.Fachtag KompetenzNetzwerk BerufsOrientiertung in Langenfeld.

BOBplus e.V lud zum 2.Fachtag KompetenzNetzwerk BerufsOrientiertung in Langenfeld ein. Der Einladung folgten 20 Berufsberatungslehrer, StuBOs, Streetworker oder Psychosoziale Berater. Die Stadtsparkasse Langenfeld, als Unterstützer des Vereins BOBplus, stellten diesmal ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. „Wir sind der Initiative sehr dankbar, schließlich stellen wir jedes Jahr 6 Azubis ein!“ so Gastgeber und Personalleiter der Sparkasse Thomas Krämer, der die Anwesenden in den Räumlichkeiten willkommen hieß. Bereits beim ersten Fachvortrag durch Anette Pesler, Leiterin der Abteilung Regionales Bildungsbüro/Übergang Schule-Beruf beim Kreis Mettmann, die das Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf im Kreis Mettmann“ vorstellte, wurde es lebendig. Zukünftig flächendeckend allen Jugendlichen im Kreis eine standardisierte und gleichzeitig individuelle Berufsberatung ab Klasse 8 zu bieten, ließ einige Teilnehmer ob der hehren Ziele tief durchatmen. Schnell wurde deutlich, wo die Teilnehmer die größte Herausforderung sehen: Jugendliche und Arbeit zusammen zu bringen. „Die Wirtschaft klagt über Fachkräftemangel und unbesetzte Azubistellen. Gleichzeitig haben die Berufsberatenden große Schwierigkeiten, den Kontakt zu passenden Unternehmen mit Praktikumsplätzen oder Schnuppertage für die Jugendlichen zu finden. Das Problem ist bekannt, die Information der Kammern alleine reichen nicht aus. Hier ist noch dringender Handlungsbedarf.“ bestätigt Hans-Dieter Clauser, Vorsitzender von BOBplus e.V.

Und dann passierte auf dem Fachtag, was man im Jobjargon als „Flexibilität“ bezeichnet wird. Andrea Schauf, Referentin des geplanten zweiten Fachvortrages des Tages, warf ihr Thema um und gestaltete einen aktiven Workshop. Sie griff den Bedarf auf und die Anwesenden entwickelten die Grundlage für eine Anzeige im Wirtschaftsblatt, die im Namen des KompetenzNetzwerkes erscheinen soll. Die Anzeige soll Unternehmen ansprechen und eine Brücke zwischen Schülern und Unternehmen schlagen. Frau Schauf, als Regionalleiterin des Wirtschaftsblattes, wird gemeinsam mit zwei Teilnehmerinnen die Anzeige nun fertig gestalten. Ein tolles Ergebnis für diesen Fachtag. Resümierend stellt die Moderatorin des Fachtages Meike Beseke zufrieden fest: „Eins scheint allen gemeinsam: es ist nicht nur ein Job, sondern wahre Berufung und persönliches Interesse, Jugendliche so gut wie möglich bei der Berufswahl und dem Berufseinstieg zur Seite zu stehen. Berufsorientierungsberatung ist eine große, auch manchmal frustrierende Aufgabe. Es gibt nicht nur viele Möglichkeiten, sondern auch Grenzen. Gemeinsam erreicht man bekanntlich mehr. Mit dem KompetenzNetzwerk schaffen wir kollektive Stärke. So ist es konsequent, wenn der nächste Fachtag im Frühjahr schon mal zwei wichtige Seiten zusammenbringen will: Berufsberater und Arbeitgeber.“