Die BOBtour machte dieses Mal Zwischenstation in der Mühle in Hilden. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins BOBplus Hans-Dieter Clauser in Begleitung von Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings besuchte die ITgration GmbH.

Ja zur BOB, am 16. Mai in Langenfeld sagen in diesem Jahr erstmals die beiden Gründer der ITgration GmbH in Hilden. Das Unternehmen, das 2014 von Sven Budde, Dipl.-Inform. (FH), MBA und Patrik Menne, Fachinformatiker für Systemintegration gegründet wurde ist Managed Service Provider und Cloud Integrator für mittelständische Unternehmen.

Die ITgration GmbH bildet seit der Zulassung als Ausbildungsbetrieb im Jahr 2015 jedes Jahr mindestens einen Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration aus. Im letzten Jahr wurden dann sogar zwei neue Azubis in das Ausbildungsverhältnis übernommen. In 2018 würde das wachsende Unternehmen zusätzlich gerne eine Auszubildende oder einen Auszubildenden im Büromanagement ausbilden.

Im Vorfeld der Ausbildung dürfen geeignete Bewerber immer ein Praktikum machen, damit man jenseits von Schulnoten merkt, ob die Bewerberin oder der Bewerber in das Team passt. Das ist den beiden Geschäftsführern besonders wichtig, da viele Entscheidungen überwiegend im Team getroffen werden.  Arbeit soll ja auch in ein paar Jahren noch Spaß machen. „Leider bewerben sich immer noch viel weniger Frauen im Bereich IT“, so Patrik Menne, das ist auch ein Grund warum er sich entschieden hat, bei der diesjährigen BOB in der Stadthalle zwei Vorträge zum Thema „SEXY IT“ zu halten um auch den Schülerinnen zu zeigen, dass die Karriere als Fachinformatiker nicht mehr in einem Keller vor einem Computerbildschirm endet.

In der dreijährigen Ausbildung zum Fachinformatiker lernen die Ausbildenden IT-Systeme zu planen und zu konfigurieren. Die Systeme werden entsprechend den Kundenanforderungen eingerichtet und dann überwacht. Sie beseitigen ggf. Störungen und sorgen dafür,  dass Systeme mit aktuellen Lizenzen und rechtlich konform laufen. Sie lernen die Daten zu sichern und im Zweifelsfall bei Beschädigung wiederherzustellen. Sie beraten Anwender bei der Auswahl von Geräten. Sie können Systemdokumentationen erstellen und Schulungen durchführen.

Da wir sehr stark kundenorientiert arbeiten, ist Kommunikationsfähigkeit eine Kompetenz, auf die wir in jedem Fall Wert legen müssen. Dazu kommt, dass von den Auszubildenden auch viel Verantwortungsbewusstsein erwartet wird, da sie relativ schnell mit echten Kunden arbeiten und im Job lernen. Für die internen Schulungen haben sich die beiden Geschäftsführer eine Expertin geholt. Andrea Schauf, Berufspädagogin soll vermehrt auf die Kommunikations-Skills der Auszubildenden achten. Ab August werden diese, in den Änderungen der Ausbildungsordnung für das Berufsbild, neu aufgenommen.

Alle Auszubildenden haben die Chance im nahegelegenen Fitnessstudio kostenlos zu trainieren, wenn Sie möchten und es gibt ein flexibles Arbeitszeitmodell auf Kontingent-Basis. Schön ist, dass die Berufsschule gleich um die Ecke ist, freuen sich die Auszubildenden der ITgration, die dann den Firmenparkplatz nutzen können.

Die Unternehmer, die eigene Rechenzentren in Hilden und Düsseldorf betreiben, zeigen Clauser und Bürgermeisterin Alkennings, bei einem Blick in das eigene Rechenzentrum, wie Cloud Services einem deutschen Rechenzentrum gesichert werden.

„Wir lassen uns gerade für die ISO 271001 zertifizieren um auch nach außen zu dokumentieren, wie sicher die Daten bei uns sind“, so Sven Budde auf die Frage nach welchen Qualitätsstandards hier gearbeitet wird.

„Ich lerne viel, die Aufgaben sind abwechslungsreich und das Arbeitsklima ist super, so Thomas Fiedler (21), der 2016 nach dem Besuch auf der Ausbildungsbörse in Hilden ein Praktikum gemacht hat. Und jetzt ist er bald im dritten Ausbildungsjahr. Gesucht und gefunden so bezeichnen der Auszubildende und der Ausbildungsbetrieb das Arbeitsverhältnis. Und über eines sind sich alle sicher, wir werden unsere Auszubildenden auf jeden Fall übernehmen.

Text: Andrea Schauf

Thomas Fiedler, Hans-Dieter Clauser, Birgit Alkenings, Sven Budde, Patrik Menne

Für das Chemieunternehmen mit neuem Verwaltungssitz an der Monheimer Rheinpromenade hat Ausbildungsförderung einen hohen Stellenwert

Monheim am Rhein. Seit mehr als einem Jahr hat das Chemieunternehmen Oxea nun seinen Verwaltungssitz mit rund 110 Mitarbeitern an der Rheinpromenade 4a. Der Konzern setzt auf eine gute Nachwuchsförderung und bildet auch in Monheim am Rhein aus. Das hört Hans-Dieter Clauser, Hauptorganisator der Berufsorientierungsbörse (BOB) natürlich gern. Gemeinsam mit Bürgermeister Daniel Zimmermann und Estelle Dageroth, Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, machte er sich nun vor Ort ein Bild davon uns sprach auch mit zwei Auszubildenden.

Oxea ist weltweit aktiv mit insgesamt rund 1400 Mitarbeitern. Der größte Standort mit der Hauptproduktionsstätte für beispielsweise Alkohole, Aldehyde oder Carbonsäuren liegt in Oberhausen mit 900 Arbeitsplätzen. Fünf Lehrberufe werden derzeit angeboten. In Monheim am Rhein ist es die Ausbildung zum Industriekaufmann/frau. Und genau das machen Nathalie Borosch und Sophie Hofferberth. Die beiden jungen Frauen sind sich einig: „Auch nach der Lehre bietet sich uns bei Oxea die große Chance der Weiterbildung.“ Genau darauf legt Ausbildungsleiter Gerald Mosel größten Wert. „Es ist uns wichtig, den Mitarbeitern optimale Perspektiven zu ermöglichen.“

Die BOB findet in diesem Jahr am Mittwoch 16. Mai, von 11 bis 17 Uhr, statt. In und vor der Langenfelder Stadthalle können Jugendliche aus Monheim am Rhein, Langenfeld und Leichlingen Unternehmen aller Branchen sowie Weiterbildungs- und Beratungseinrichtungen aus der ganzen Region kennenlernen. In diesem Jahr gibt es 117 Aussteller, die 180 von rund 300 Ausbildungsberufen vorstellen. „Das ist ein neuer Rekord, wir sind absolut ausgebucht“, freut sich Hans-Dieter Clauser, der die Börse als Vorsitzender des Vereins BOB plus initiiert hat. Er erwartet bis zu 2500 interessierte Schülerinnen, Schüler und Eltern. Schirmherren sind Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann, die Langenfelder und Leichlinger Amtskollegen Frank Schneider und Frank Steffes sowie Landrat Thomas Hendele.

BOB-Organisator Hans-Dieter Clauser (r.) und Bürgermeister Daniel Zimmermann (Mitte) besuchten mit Estelle Dageroth (3.v.r.), Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, Oxea. Empfangen wurden sie unter anderem von Ausbildungsleiter Gerald Mosel (2.v.r.) und Dr. Bernhard Herzog (4.v.r.), Executive Vice President Human Resources. Die beiden Auszubildenden Nathalie Borosch und Sophie Hofferberth (links und rechts vom Bürgermeister) erzählten von ihren Ausbildungsalltag. Mit dabei war auch Olaf Cramer (hinten) von der Agentur für Arbeit. Foto: Norbert Jakobs

Die Langenfelder Ausbildungstour besuchte am 22. März die Hauptfeuer- und Rettungswache an der Lindberghstr. 72. Dort wurden Hans-Dieter Clauser, Bürgermeister Frank Schneider und Holger Eckert von der Wirtschaftsförderung von Wolfram Pohlheim, Christoph Roschinski und den beiden Auszubildenden zum Brandmeister Roberto Grund und Dominik Welfens begrüßt.

Leben retten, Gutes tun, ein Held sein – so oder so ähnlich wird der Beruf des Feuerwehrmannes häufig interpretiert. Welche Voraussetzungen der Bewerber/in für den Beruf des Brandmeister/-in erfüllen muss, erfuhren die Gäste vom Team der Hauptwache.

Neben einem guten Hauptschulabschluss müssen die Bewerber eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem handwerklich, technischen oder einem anderen für den Feuerwehrdienst geeigneten Beruf nachweisen können.

Feuerwehrmänner müssen zudem gute Leistungen im Sport mitbringen. Auch wenn das kaum zu glauben ist, aber jemanden in einem kompletten Atemschutzanzug aus einem brennenden Haus zu retten, kann nicht nur jede Menge Kraft, sondern auch jede Menge Ausdauer rauben.

Neben der Erfüllung der beamtenrechtlichen Voraussetzungen (deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines Mitgliedstaates der EU) ist die Fahrerlaubnis der Klasse B erforderlich.

Die Ausbildung zum Brandmeister dauert insgesamt 18 Monate. Die Grundausbildung startet überwiegend zum 1. April sowie 1. Oktober eines jeden Jahres. Neben der feuerwehrtechnischen Grundausbildung, in der die Auszubildenden die Grundlagen der Aufgabengebiete Brandbekämpfung und Hilfeleistung erlernen, durchlaufen die Azubis in dieser Zeit auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter.

Im Anschluss an die erfolgreiche Ausbildung für den mittleren technischen Dienst bei der Berufsfeuerwehr folgt die Ausbildung zum Notfallsanitäter. Hierbei handelt es sich um eine dreijährige schulische Ausbildung, die deutschlandweit durch das Notfallsanitätergesetz geregelt ist.

Im Gegensatz zu anderen schulischen Ausbildungsberufen findet sie allerdings nicht nur in speziellen Berufsfachschulen statt, sondern beinhaltet auch die praktische Ausbildung – etwa vergleichbar mit Praktika – im Rettungsdienst und in verschiedenen Abteilungen des Krankenhauses.

Die Ausbildung beginnt zunächst mit wochenlangen theoretischen Lerneinheiten in der Schule, bevor die Auszubildenden die Rettungskräfte an einer Lehrrettungswache unterstützen.

Bild v. l. n. r: Hans-Dieter Clauser, Roberto Grund, Dominik Welfens, Frank Schneider

Wer mehr über den Ausbildungsberuf zum Brandmeister erfahren möchte, kann sich gerne am 16. Mai bei der BOB-Messe am Stand der Feuerwehr Langenfeld (Außenbereich vor der Stadthalle) informieren.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD) bietet ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit die unterschiedlichen Aufgaben der Hauptfeuerwache Langenfeld kennenzulernen. Wer Interesse hat, kann sich am Stand der Feuerwehr mit den Mitarbeitern der Feuerwehr austauschen.